Klar sehen. Wege finden. Selbst sein.
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Dr. Susanne Scheer - Coaching & Beratung

Oh nein - nicht noch mehr pauschale Ratschläge zu guter Zusammenarbeit!
Entwickeln Sie lieber Ihre eigene Team-„Seekarte“ und bleiben auch in Zukunft erfolgreich

24.04.2020 - „Wir wissen noch nicht, wie es weitergeht.“ - Ein Satz, der gerade an vielen Stellen zu hören ist. Zahlreiche Routinen klappen nicht mehr, es braucht kurzfristig neue Wege. Was derzeit meist ein Reagieren als aktives Gestalten ist.

Vermutlich passen flexiblere Handlungsweisen generell besser zu unserer dynamischen Welt als „in Stein gemeißelte“ Pläne, Routinen und Prozesse. Entscheidend ist dabei, dass Sie als Team die größtmögliche Steuerung behalten und offen für verschiedene Szenarien bleiben. Um dann schneller und kompetent mit veränderten Gegebenheiten umzugehen. Wie auf einer kniffligen Seeroute mit häufig wechselndem Wetter.

Anstatt Ihnen nun pauschale Tipps für eine gute Zusammenarbeit zu geben, lade ich Sie ein, eine „Seekarte“ für Ihre Team-Reise zu entwickeln - egal an welchem Punkt Sie als Team gerade stehen. Damit stellen Sie sich gut auf, so wie viele agile und innovative Teams das bereits tun.

Die Seekarte wird Sie unterstützen, flexibel, stark und klar zu bleiben und gemeinsam Ihre Ergebnisse zu erreichen. Drei wichtige, miteinander verknüpfte Bereiche sind im Team zu besprechen:

Ergebnis

ERGEBNIS
Wo wollen Sie gemeinsam hin und wozu? Klären Sie Auftrag und Erwartungen des Sponsors, kreieren Sie eine gemeinsame Vision und definieren Sie angestrebten Ziele und Ergebnisse.

Prozess

PROZESS
Wie kommen Sie zum Ziel? Behalten Sie verschiedene Routenoptionen im Blick. Überlegen Sie gemeinsam, wie sie realistisch planen, Aufgaben verteilen und sich als „Crew“ unterwegs abstimmen.

Persönliche Zusammenarbeit

PERSÖNLICHE ZUSAMMENARBEIT
Wie interagieren Sie im Alltag miteinander? Entwickeln Sie eine gemeinsame Vorstellung über gute Zusammenarbeit, Entscheidungsfindung, Führung, Fehlerkultur, Konfliktbewältigung, Potenzialentfaltung und Workload.

Die Team-Karte dient Ihnen ab sofort als größtmögliche Orientierung – und bleibt stets dynamisch und interaktiv. Überprüfen Sie sie regelmäßig und entwickeln Sie die Karte entsprechend weiter. Führen Sie dafür regelmäßige „Team Check-Ups“ mit etwas Zeit und Abstand zum Alltag ein. Reflektieren Sie offen und wertschätzend über den Status Quo Ihrer Zusammenarbeit in allen drei Bereichen. Leiten Sie daraus konkrete nächste Schritte ab und behalten auch immer mögliche zukünftige Entwicklungen im Blick.

Schneller, konstruktiver, klarer: Meiner Erfahrung nach entwickeln Teams, die sich ein Stück von einem erfahrenen Coach begleiten lassen, schneller ihre gute Team-Kultur mit passender Seekarte und erzielen leichter einen hohen Reflexionsgrad. All das wirkt sich direkt auf den Erfolg und das Ergebnis aus – und trägt das Team konstruktiv durch Stürme, Flauten und sonnige Abschnitte.

Profitieren Sie von meiner vielseitigen Expertise und Erfahrung als Coach und Teamentwicklerin im Innovationsbereich und in der internationalen Zusammenarbeit. Zum Beispiel wenn Sie…:

Gerne begleite ich Sie ein Stück. Nehmen Sie zu mir Kontakt auf, und wir entwickeln gemeinsam, was passt.

Alles Gute & herzliche Grüße
Dr. Susanne Scheer

Leicht wie ein Vogel mit einem wohligen Gefühl im Bauch
- Kreative Ideen für Kopf, Herz und Körper und gegen negative Gedankenkarusselle -

01.04.2020 - Denken Sie mal nicht an Corona! - Was macht das Hirn dann meist? Es denkt an Corona! Das ist ein wichtiger Hinweis für den eigentlichen Auftrag an das Gehirn in diesem Ausnahmezustand: „Lass uns zwischendurch mal an was Anderes denken!“ Und dadurch das eigene Immunsystem stärken, das Wohlbefinden erhöhen, die Gefühle positiv verändern und den Geist entlasten.


Gestatten Sie Ihrem Gehirn eine Auszeit und versorgen Sie sich in schönen Momenten mit einem Hauch von Normalität.

Hier ein paar kreative Ideen mit einer großen Prise Leichtigkeit:

Virusfreie Zone

"Virusfreie" Zone
Machen Sie längere Nachrichten-Pausen und reduzieren Sie so die Reize, die auf Sie und Ihr Gehirn einprasseln. Diese „Einfuhrbeschränkung“ schafft erst Platz für andere Gedanken! Und sie erhält die Offenheit für kreative Lösungswege zwischen „schwarz“ und „weiß“.

Oasen-(T)Räume

Oasen-(T)Räume
Gönnen Sie sich ab und zu eine kleine Reise: Suchen Sie sich einen wohltuenden Ort und erinnern Sie sich an schöne Momente. Tauchen Sie mit allen Sinnen darin ein und erinnern Sie sich z.B. an besondere Düfte oder Geräusche. Oder freuen Sie sich auf schöne Ereignisse in der Zukunft – Vorfreude geht auch ohne Datum! Nehmen Sie wahr, was Sie dabei fühlen, und wie es Ihrem Körper geht. Sie können diese kleinen „Oasen“ verstärken, etwa mit Fotos, passendem Essen, einer bestimmten Musik. Gestalten Sie gerne Ihr Zuhause damit.

Lagerfeuer-Gespräche ohne „C“

Lagerfeuer-Gespräche ohne „C“
Beim virtuellen Treffen mit Freunden nimmt die Krise oft den Hauptteil der Gespräche ein. Geben Sie diesem Thema bewusst nur einen kleinen Raum und lassen Sie so noch Platz für andere Gespräche. Wie das gehen könnte? Zwei Ideen:
1. „Tabu“-Liste mit einem Augenzwinkern: Vereinbaren Sie, das „C-Wort“ und seine Auswirkungen bewusst für den zweiten Teil des Gespräches zu meiden – wie bei dem Spiel zum Wörterraten.
2. Stellen Sie sich vor, gemeinsam am Lagerfeuer zu sitzen. Tauschen Sie sich mal über ganz andere Themen aus, die dort leichter ihren Raum bekommen. Z.B. „Wovon träumst Du?“, „Wofür hast Du Dich als Kind begeistert?“, „Weißt Du noch damals, als wir…“.

Herz- & Handwerk

Herz- & Handwerk
Aktuell ist vieles vage und schwer greifbar – was Stress und Frust auslösen kann. Suchen Sie sich Tätigkeiten, die Sie komplett selbst gestalten können. Und die ein sichtbares Ergebnis haben. Das könnte z.B. etwas mit dem Garten zu tun haben oder mit einem Hobby wie Handlettering. Egal, was es ist, Hauptsache, es passt zu Ihnen! Und was nie verkehrt sein kann: Gehen Sie hinaus in die Natur – die ist ganz real und zum Be-Greifen.

Held*innen-Statue

Held*innen-Statue
Der Kopf mit seinen rasenden Gedanken beeinflusst unser körperliches Empfinden unmittelbar. Drehen Sie den Spieß einmal um, denn auch die körperliche Haltung wirkt sich direkt auf das Gehirn aus! Glauben Sie nicht? Probieren Sie es aus: Stellen Sie sich in den Raum und denken Sie an eine Held*innenfigur, die Ihnen in den Sinn kommt. Nehmen Sie deren Haltung ein und geben Sie sich etwas Zeit. Was spüren Sie? Nutzen Sie diesen Effekt besonders dann, wenn Sie in einem negativen Gedankenkarussell festhängen.

Probieren Sie aus, was für Sie passt. Achten Sie auch auf etwas Struktur im Alltag, viel Bewegung und eine gute Ernährung.
Schreiben Sie mir gerne Ihre Erfahrungen, Ideen und weitere Anregungen.

Herzliche Grüße
Dr. Susanne Scheer

Nutzen Sie die Zeit, sich selbst besser kennen zu lernen.
Über eine Kernkompetenz, die bleibt - mit und ohne Corona.

25.3.2020 - Ehrlich gesagt, ich bin mittelmäßig gut im Umgang mit Krisen. Und lange Zeit habe ich auch bei neuartigen Situationen gedacht: „Das geht doch nicht!“ – Und habe mich lieber an gewohnten Vorgehensweisen festgehalten.

Dann kam ich in den Innovationsbereich und begleitete internationale Projektteams als Team-Coach. Hier galt auf einmal die Devise: „Probiere Dinge aus! Lerne daraus und entwickele sie weiter.“ Ich wurde offener und sah auf einmal mehr Optionen als Hindernisse. Vieles hat geklappt und manches eben auch nicht. Und ich habe sehr viel über mich selbst gelernt.

Dabei habe ich eines verstanden: Sich selbst gut zu kennen, das ist DIE Kernkompetenz in unserer dynamischen Welt! Es ist die Grundlage, um so gut wie möglich mit Unsicherheiten, stetigem Wandel und großer Komplexität zurecht zu kommen. Das ist für Innovationsprojekte und Startups schon alltäglich!

Auch in der aktuellen Corona-Krise erfahre ich viel Neues über mich: Was mir Angst macht, was mich lähmt. Aber auch, wo ich Kraft schöpfen kann, und was mir hilft, möglichst zuversichtlich zu bleiben. Entscheidend dabei ist, dass ich meine Bedürfnisse berücksichtige und mich als ganzen Menschen mit all meinen Gedanken, Gefühlen und körperlichen Empfindungen wahrnehme. Und dann meinen Weg in gutem Kontakt mit mir und anderen gestalte.

Wenn Sie gerade etwas mehr Zeit als sonst haben, nutzen Sie diese! Verabreden Sie sich mit sich selbst. Lassen Sie die Themen zu, die im Alltag wenig Raum bekamen und jetzt vielleicht ans Tageslicht möchten. Finden Sie Ihren persönlichen Weg für den Umgang mit Herausforderungen und Ihren Themen. Stellen Sie die Weichen, um im (Berufs-) Alltag noch wirksamer und gelassener zu werden - auf Ihre Art.

Gerne begleite ich Sie ein Stück auf Ihrem Weg und bringe meine ganze Erfahrung, Begeisterung, Intuition und Expertise als Coach und Teamentwicklerin mit ein. Telefonisch, virtuell und (sobald wieder möglich) vor Ort. Nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.

Alles Gute!
Dr. Susanne Scheer



Lagerkoller im Corona-Homeoffice mit Kindern!
Anregungen für einen (möglichst) guten Umgang mit der Ausnahmesituation

18.3.2020 - Die aktuellen Schutzmaßnahmen stellen unseren Alltag und alle Routinen auf den Kopf. Jeder Tag kann etwas Neues bringen, und keiner weiß, wie die ganze Corona-Krise ausgehen wird. Klar ist jedoch: Um das Homeoffice mit Kindern einigermaßen gut zu überstehen, braucht es sowohl Offenheit für neue Wege als auch einen klaren Rahmen, der allen Orientierung und Entlastung bietet.


Setzen Sie sich zuerst als Eltern und dann als Familie zusammen, und sprechen Sie Ihren neuen Alltag durch. Bleiben Sie auch mit Ihren Vorgesetzten im Gespräch und setzen Sie realistische Grenzen, wenn etwas derzeit nicht machbar ist.

Schauen Sie sich die folgenden Anregungen an, nehmen Sie heraus, was für Sie passt und wandeln Sie es nach Bedarf für Ihre Familie ab:

Wochenplan: Tage strukturieren

Erstellen Sie einen Wochenplan & strukturieren Sie die nächsten Tage.
Planen Sie feste Zeiten z.B. für Schulaufgaben, Arbeit und Mahlzeiten, aber genauso für Pausen, Freizeit und Kontingente zum Fernsehen und Computer spielen. Führen Sie eine Mittagespause ein, in der z.B. Kinder ab 3 Jahren ein Hörspiel allein in ihrem Zimmer hören. Bleiben Sie dran, auch wenn es nicht gleich klappt. Und nutzen Sie den Plan als angenehme Orientierung, nicht als minutiösen Zwang.

Familienzeit

Verabreden Sie sich als Familie.
Verbringen Sie täglich etwas Zeit miteinander und schenken Sie sich gegenseitig ihre ungeteilte Aufmerksamkeit. Sprechen Sie mit den Kindern über die aktuelle Situation ohne Panik zu erzeugen oder sie zu verniedlichen. Überlegen Sie, welche Aktivitäten gerade möglich sind, oder welche kleinen Projekte Kinder zuhause machen können. Das ist meistens spannender und „hält länger“ als das naheliegende Ruhigstellen durch Filme oder elektronische Spiele. Vielleicht finden Sie auch etwas gemeinsame Zeit als Paar – welch ein Luxus in diesen Tagen!

Absprache

Klären Sie die Zuständigkeiten unter den Erwachsenen.
Die meiste Energie verlieren wir, wenn wir uns immer zuständig fühlen und nie abschalten. Sprechen Sie sich ab, egal, ob Sie beide zuhause sind oder eine*r noch arbeiten geht. Klären Sie, wie Sie gemeinsam die Situation bewältigen:
- Welche Termine stehen heute an? Wie können Sie sich mit konzentrierten Arbeitsphasen abwechseln?
- Wer ist wann am Tag der Ansprechpartner für die Kinder ? Und wer macht wann auch eine echte Pause?
- Wer kümmert sich heute ums Essen, Einkaufen etc.? Welche Aufgaben könnten die Kinder übernehmen?

Auszeiten nehmen

Bauen Sie sich kleine Auszeiten zum Durchatmen ein.
Und wenn es nur drei Minuten sind. Trinken Sie in Ruhe eine Tasse Kaffee und schauen Sie dabei aus dem Fenster. Beobachten Sie den Frühling, der ist ganz real. Diese reizarmen Zeiten sind absolut notwendig, um Lagerkoller und Erschöpfung vorzubeugen! Schalten Sie mental mal ab, stärken Sie sich damit, und seien Sie auch ein Vorbild für Ihre Kinder. Machen Sie auch Nachrichten-Pause, denn wir werden sehr schnell mit Reizen von außen überschüttet.

Angst und Frust versorgen

Versorgen Sie Ihren Frust und Ihre Angst - anstatt beides an der Familie auszulassen.
Niemand kann etwas für diesen Ausnahmezustand, am wenigsten unsere Kinder. Geben Sie Ihrem Frust und Ihren Sorgen einen angemessenen Raum. Nutzen Sie Gespräche mit Anderen und seriöse Quellen, um sich zu informieren und auszutauschen. Behalten Sie auch die guten Dinge im Blick. Schreiben oder malen Sie, gehen Sie raus eine Runde Radfahren, solange das geht… Beobachten Sie sich gütig und lernen Sie sich selbst noch besser kennen. Was uns besonders beschäftigt, sagt viel über uns selbst aus.

Probieren Sie es aus und experimentieren Sie gemeinsam. Seien Sie nicht enttäuscht, wenn manches anders läuft als geplant. Schauen Sie lieber, was alles klappt, und was es vielleicht noch anders bräuchte. Vergleichen Sie sich nicht mit anderen Familien, denn wir ticken alle unterschiedlich! Und vergessen Sie nie: Es darf zwischendrin auch schön und einfach sein ;-) !

Schreiben Sie mir gerne Ihre Ideen und Erfahrungswerte – dann können wir alle davon profitieren und es uns gemeinsam etwas leichter machen!

Viel Mut, Gesundheit & Zuversicht wünsche ich Ihnen und uns allen!
Herzliche Grüße
Dr. Susanne Scheer